Die Anwender von Methoden aus dem Bereich von Energy Psychology bringen das gestörte Gleichgewicht des
Körpers mit Hilfe von Regulation im feinstofflich-energetischen Bereich zurück zur ursprünglichen Ordnung.
Etwa seit der Jahrtausendwende zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab, die Aktivierung der hauptsächlich
stofflichen Körperenergie steht nicht weiter im Mittelpunkt.
Die Gründer der neuen therapeutischen Modelle definieren Probleme als „Störung der Beziehung zum
universellen Feld" und beheben diese Störung, indem sie – wissenschaftlich gut abgesichert über die neuesten
Erkenntnisse der Quantenphysik – die virtuelle Realität verändern.
Im Gegensatz zu Methoden der Energy Psychology werden Fehlinformationen oder energetische Blockaden
nicht mehr innerhalb des menschlichen Körpers, sondern im Bereich der ihn umgebenden Matrix entfernt oder
verwandelt.
Dadurch wird die Einbindung des Menschen in das Feld und an dessen universelle Kraft in den Fokus der
Aufmerksamkeit gerückt. Spielt jedoch die Beziehung des Menschen zu seinem transpersonalen Hintergrund
eine derart wichtige Rolle, dann stellt sich unweigerlich die Frage nach den schwer definierbaren Bereichen von
Selbst, Geist und vor allem Bewusstsein.
Im Sog des vielfach zitierten Bewusstseinswandels, des anbrechenden Wassermann-Zeitalters scheint Heilung
nur in Verbindung mit einem entsprechenden Bewusstsein von Therapeut wie auch Klient möglich zu sein.
So definiert Frank Kinslow jede Heilung als „Nebenwirkung des Bewusstwerdens“ und bezeichnet seine
Methode des Quantum Entrainment® als „Advaita-Vedanta in manifestierter Form“. Selbst-Gewahrsein oder
Selbst-Bewusstheit sind für ihn Voraussetzung jeder Heilung.
Wenn Richard Bartlett sagt: „Ich versuche nicht, die Wirklichkeit zu verändern. Ich lasse die Wirklichkeit sich
verändern – das ist ein gewaltiger Unterschied“, dann bedarf es auch für ihn eines bestimmten Bewusstseins,
um diese Veränderung stattfinden zu lassen. Für Bartlett existiert keine Energie, sondern nur Potenzial. Mit
Einsatz des Bewusstseins realisiert sich eine bestimmte Option des Potenzials in der Wirklichkeit, weshalb die
Art dieses Bewusstseins wesentlichen Einfluss auf die realisierte Wirklichkeit hat. Nach Bartlett gilt es für die
Anwendung seiner Methode des Matrix-Energetics®, ein Bewusstsein zu entwickeln, aus dem heraus man auf
den Fluss des Lebens nicht zwanghaft und angstvoll reagiert, sondern sich diesem Fluss hingibt und mit
entspanntem Handeln antwortet.
Hauptsächlich anhand dieser zwei großen Schulen – mit Verweis auf ähnliche historische Ideen oder andere
therapeutische Richtungen – wird im Workshop aufgezeigt, wie hilfreiche Zugänge zum Bewusstsein geschaffen
und auf unterschiedliche Art therapeutisch genutzt werden können.
Die Erkenntnisse von Advaita Vedanta betreffend die Nichtexistenz unserer als real empfundenen Welt werden
in den neueren Schulen zwar zur gedanklichen Basis gemacht, jedoch völlig konträr umgesetzt.
Die Teilnehmer erhalten diesbezüglich nicht nur Einblick in die theoretischen Hintergründe, sondern
bekommen auch die jeweiligen Kernelemente der beiden Schulen vermittelt, die sich auf die Entwicklung des
jeweils notwendigen Bewusstseins beziehen: Den Zugang zum Selbst-Gewahrsein nach Frank Kinslow und dieÜbung zur Klärung des Herzfeldes nach Richard Bartlett.
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